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Reblonchon – das mittelalterliche Steuermodell französischer Milchbauern 

Reblochon – cremig zarter Käse aus dem Alpengebiet Savoyen in Frankreich.

Der Name leitet sich im Französischen von dem Wort „blocher“ (melken) und somit „reblocher“ (nochmals melken) ab. Die Entstehung des schmackhaften Käses hatte zunächst wirtschaftliche Gründe: Milchbauern im 14. Jahrhundert mussten an die Grundbesitzer  Steuern entsprechend der Milchleistung ihrer Kühe bezahlen.

Bei Kontrollen der Steuereintreiber hat der Bauer seine Kuh daher gerne nicht komplett gemolken. Die Milch der 2. Melkung – wenn der Kontrolleur verschwunden war – ist wesentlich fetter, so entstand der cremige Weichkäse mit butterig-nussiger Note. Kuhrassen, die Milch für Reblochon liefern, sind Abondance, Tarine und Montbéliarde.

Die Kaseinmarke in der Farbe grün verrät eine „Fermier“- Herstellung – also Produktion auf einem Bauernhof. Trägt der Käse eine rote Marke, wurde er in einer Molkerei produziert. Klassisch wird der Reblochon aus Rohmilch hergestellt. Man bekommt aber auch pasteurisierte Varianten.

Ein traditionelles Rezept mit Reblochon ist Tartiflette. Ein Kartoffel-Käse-Auflauf für den wir eine schönes Rezept bei Brotwein.net, dem sympathischen Genussblog von Sylvia Kasdorff aus München  gefunden haben.

Als Vegetarier ersetzen wir den Speck durch Würfelchen von braunen Steinchampignons. Zu beiden Varianten finden wir unsere Aufstriche ZWETSCHGE zum KÄSE (seit 2019 pikanter!) und QUITTE zum KÄSE am gelungensten… 🙂 Und eine echt bedenkenswerte Alternative zu den Essiggürkchen…. 😉
Weinempfehlung: gereifter Zweigelt oder Spätburgunder

TARTIFLETTE – traditioneller Auflauf aus Reblonchon und Kartoffeln – Soulfood, wenn’s draußen kalt wird…

 

 

 

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