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„Sonne im Glas“

Nicht ärgern über die „Löwenzahnplantage“ auf der brachliegenden Wiese nebenan, findet Nina. Sie pflückt sich die knallgelben Löwenzahnblüten (etwa 150 Stück), schneidet die Blütenblätter mit der Schere vom Stempel ab. Dann werden nur die gelben Blütenblätter mit 1 Liter kochenden Wasser übergossen und kurz zum Ziehen stehen gelassen. In dieser Zeit die Schale einer Biozitrone abreiben und die Zitrone auspressen. Dann die Blüten abseihen und gut ausdrücken. Blütenreste wegwerfen. Die gelbe Flüssigkeit mit Zitronensaft und -schale mischen, zusammen mit 1 kg Gelierzucker (1:1) in einem Kochtopf mischen und aufkochen lassen. Vor dem Abfüllen in saubere Gläser auf einem kalten Teller eine Gelierprobe machen. Danke an Nina für die sonnige Rezeptidee. Uns hat die Kostprobe nicht nur auf dem Butterbrötchen geschmeckt, sondern auch mit einem milden Emmentaler…. (Bevor ihr Nachbars Wiese vom Löwenzahn befreit, bitte erkundigen, ob Düngemittel o.ä. eingesetzt wurden!)    

Gebt uns Euer Bestes!

Uta ist Apothekerin, ihre geniale Organgenmarmelade heißt deshalb einfach „O 16/1“ – Orange, hergestellt im Januar 2016. Schlicht, aber tut dem köstlichen Inhalt keinen Abbruch. Hinein kommt nur das Beste – die Orangen sind Direktimport aus Sizilien, lagern ab Dezember auf dem Dachboden und verströmen feine natürlich biologische Zitrusaromen in ihrem Bauernhaus bei Buchloe. Ihr Geheim-Rezept findet Ihr hier (LINK). Birgit ist Zahnarzthelferin – Spezialgebiet Abrechnungswesen. Entsprechend ordentlich, ja gar „perfektionistisch“ geht es auch in der privaten Einmachküche zu. Ihr habt es erraten, welche Gläser sie mir geschenkt hat? Richtig, die mit den hübschen Etiketten und Hütchen (Rote Zwiebel, Holunder-Zitrone, Apfel-Quitte). Eine Zier für jede Tafel und köstlich sowieso… Hier geht’s zu den Rezepten (LINK 1, LINK 2, LINK 3) Dann ist da noch Carmen, die mit Ihrem Mann gerne die Küche teilt – der käst neuerdings sogar! Aber das ist eine andere Geschichte, die wir hier demnächst erzählen werden ;-)… Carmen ist eine begnadete Photoshopperin. Ihr Glas ist dennoch schlicht, heißt einfach nur „Zwiebelmus“ (als Link gestalten)… Wir lieben es so wie es ist …

Geröstete Würznüsse

Vielen Dank für dieses leckere Rezept an Nina Kupfer aus Neufinsing! Die würzigen Nüsse sind ein Augen- und Gaumenschmaus auf jeder Käseplatte. Das im Rezept enthaltene Harissa bekommt man auch hierzulande, meist wird es in kleinen Dosen oder Tuben verkauft. Die Gewürzpaste stammt aus dem Maghreb und wird dort vielseitig verwendet. In der Regel sind Chili, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Knoblauch, Salz und Olivenöl enthalten. Zutaten: 1 Eiweiß 200 g kalifornische Walnusskerne 2 EL brauner Rohrzucker 1 TL grobes Meersalz Harissa-Gewürzpaste Zubereitung: Backofen auf 200 Grad (Umluft 180 Grad) vorheizen. Eiweiß mit 1 TL Wasser in einer Schüssel schaumig aufschlagen. Walnüsse zugeben und so lange rühren, bis die Walnüsse mit Eiweiß bedeckt sind. In einer zweiten Schüssel Rohrzucker, Meersalz und Harissa mischen. Die Mischung über die Walnüsse geben und gut verrühren. Walnüsse auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen. Im Backofen ca. 10 Minuten backen, dabei ab und zu wenden. Auf dem Blech auskühlen lassen.

Buchtipp: „Quitten. Geschichte – Anbau – Köstlichkeiten“

Viel Wissenswertes rund um die Quitte und eine schöne Rezeptsammlung gibt es im Buch „Quitten. Geschichte – Anbau – Köstlichkeiten“ von Claudia Diewald und Ingeborg Scholz, erschienen im Verlag Neumann-Neudamm. Schon die alten Römer schätzten die Frucht, die etwas in Vergessenheit geraten war, bevor sie in den letzten Jahren wiederentdeckt wurde. Geschichte und verschiedene Sorten werden im Buch vorgestellt. Die beiden Autorinnen machen aber vor allem Lust darauf, mit der Quitte zu kochen. Die attraktiv bebilderte Rezeptsammlung reicht von Quitten-Kürbissuppe über Quitten-Lamm-Topf und Chutney bis hin zu Muffins und Kuchen. Natürlich dürfen auch Klassiker wie Quittengelee oder Quittenlikör nicht fehlen. Und auch ein paar Kombinationen mit Käse werden vorgestellt. Ein Rezept aus dem Buch dürfen wir hier freundlicherweise veröffentlichen: Membrillo mit Käse (Quittenbrot) Zutaten: 1 kg Quitten 500 ml Wasser 500 g Zucker 500 g Rohrzucker 200 g milder Käse (z.B. Ziegenfrischkäse, Butterkäse) Zubereitung: Die Quitten gründlich abreiben, Kerngehäuse entfernen und mit der Schale klein schneiden. Die Stücke im Wasser ca. 50 Minuten kochen, bis die Früchte auseinanderfallen. Alles durch ein Sieb passieren und dabei …

Mispeln

Mispeln zum Käse – einfach und lecker!

Immer wieder erreichen uns engagierte Anregungen von Käsefans: „Könnt ihr nicht mal etwas mit Mispeln kochen?“ Ja, wir können. Allerdings sind manche Früchte nicht so einfach zu bekommen, um damit regelmäßig und in großer Stückzahl unsere pikanten Fruchtaufstriche zu produzieren. Deshalb gibt es hier ein Rezept für hausgemachte Küchenköstlichkeiten – auch zum Weiterschenken.

Bittersüße Versuchung

Kumquat (auch Zwergorange) mit heißem Wasser waschen (nicht schälen!) und in sehr feine Ringe schneiden, dabei die kleinen Kerne entfernen. Im Kochtopf 300 gr. Früchte mit 100 gr. Gelierzucker (3:1), 1 cl. Cointrau, 3 cl. Blutorangensaft, fein geschnittenen Rosmarinnadeln, Salz, Pfeffer, klein geschnittener Peperoni, etwas Ingwer mischen. Etwas durchziehen lassen, aufkochen, 3 Minuten köcheln und in heiß ausgespülte Gläser abfüllen. Übrigens: In den Produkten von Käsemarmela.de verwenden wir keine Sorbinsäure. Für den Hausgebrauch haben wir das Rezept dieser bittersüßen Versuchung aber vereinfacht. Bei der Verwendung von 3:1 Gelierzucker nimmt man Sorbinsäure in Kauf. Die gesündere Variante ist die Verwendung von Rohrohzucker, dem ihr dann aber selbst Pektin (erhältlich in der Apotheke) beimischen müsst. So machen wir das in der Käsemarmeladen-Küche ;-)…..

Pflaumentraum

Pflaumen entsteinen und achteln. 500 gr. reife Früchte mit 100 gr. Gelierzucker (3:1) in einem Kochtopf mischen, 1 halbierte Zimtstange, 1 Prise Salz, 2 Nelken, Cayennepfeffer, fein gewürfelten Ingwer, 1 cl. Zwetschgengeist oder Fruchtsaft, 1 EL alten Balsamico, Pfeffer und Salz aus der Mühle zugeben. Eine halbe Stunde ziehen lassen, dann aufkochen und 3-4 Minuten köcheln lassen. Gegen Ende der Kochzeit evtl. geröstete Pinienkerne zugeben. Übrigens: In den Produkten von Käsemarmela.de verwenden wir keine Sorbinsäure. Für den Hausgebrauch haben wir das Rezept vom Pflaumentraum aber vereinfacht. Bei der Verwendung von 3:1 Gelierzucker nimmt man Sorbinsäure in Kauf. Die Alternative ist, Zucker und Pektin selbst zu mischen. Wie man diese Mischung in die kalte Fruchtmasse einrührt und dann vorsichtig unter ständigem Rühren erwärmt verraten wir bald im Interview mit „Pektin-Papst“ Dr. Heil.  

Birnbaumbeute

Birnen schälen und grob stückeln. 500 gr. Früchte mit 100 gr. Gelierzucker (3:1) in einem Kochtopf mit Sternanis, zerkleinerter Chilischote, fein gewürfeltem Ingwer, 1 Hand voll Walnüssen, 1 cl. Williams Birne o. Birnensaft, Pfeffer u. Salz aus der Mühle mischen. Eine halbe Stunde ziehen lassen, dann aufkochen und 3-4 Minuten köcheln lassen. Evtl. mit einem TL Senf und etwas Cayennepfeffer abschmecken. In kleine mit kochendem Wasser ausgespülte Gläser füllen. Übrigens: In den Produkten von Käsemarmela.de verwenden wir keine Sorbinsäure. Für den Hausgebrauch haben wir das Rezept der Birnbaumbeute aber vereinfacht. Bei der Verwendung von 3:1 Gelierzucker nimmt man Sorbinsäure in Kauf.    

QUITTE zum KÄSE nachkochen

Und für alle, die ein paar Quitten im eigenen oder Nachbars Garten übrig haben, verraten wir, wie der pikante „Marmelo-Aufstrich“ aus der Küche von Käsemarmela.de zubereitet wird: 1 kg fertig geschälte und klein gewürfelte Quitten (wir empfehlen zum Würfeln den Nicer Dicer Plus, Einsatz 6 mm) > 300 ml Quittensaft (z.B. aus dem Bioladen) > 6 gr. Vitamin C-Pulver/Ascorbinsäure in 30 ml. Wasser gelöst > 20 gr. Zitronensaft > 10 gr. Meersalz > 10 gr. fein gehackte Peperoni > 15 gr. fein gehackter Ingwer > 8 gr. Thymian u. Rosmarin fein gehackt > 4 Nelken (nach dem Kochen wieder entfernen) > 2 g Weißer Pfeffer frisch gemahlen > 2 g Sternanis > 1 gr. Koriander-Körner (geröstet und anschließend im Mörser zerkleinert) > 3 gr. frisch geriebene Zitronenschale > 10 gr. weißer Balsamico > 350 gr. Rohrohrzucker mit 15 gr. Apfelpektin (z.B. aus der Apotheke) mischen oder fertigen Bio-Gelierzucker aus dem Bioladen